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Newseintrag vom 19. November 2009

Kompetenzzentrum für Weinbau und Kellerwirtschaft - Feierliche Eröffnung 30.10.

 

 

 Eine Vision wird Realität -
das neue Kompetenzzentrum für Weinbau und Kellerwirtschaft
des Lehr- und Forschungszentrums für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

   Nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren – der Spatenstich erfolgte am 9. September 2007 - werden am 30. Oktober 2009 das neue Technikum für Kellerwirtschaft sowie das zugehörige Institutsgebäude durch Bundesminister Niki Berlakovich vom Lebensministerium in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft feierlich eröffnet.  
     

 

Das neu errichtete Technikum ist in Konzeption und Ausführung eine für Österreich einmalige Einrichtung, die auf insgesamt drei Ebenen Ausbildung, Forschung und Produktion in Anlagen technischer Größenordnung ermöglicht. Forschungsbasierter Unterricht und praxisorientierte Beratung bekommen damit zeitgemäß ausgestattete Anlagen zur Verfügung gestellt, mittels derer sowohl die Vermittlung des derzeitigen Wissensstandes möglich ist als auch die Bearbeitung von Zukunftsfragen der österreichschen Weinwirtschaft zur Sicherung der hohen Qualitätsansprüche der Weinkonsumenten und -Konsumentinnen.

Die Höhere Bundeslehranstalt Klosterneuburg ist die einzige Ausbildungsstätte des Bundes, in der Oenologie im sekundären und tertiären Bereich unterrichtet und gelehrt wird. Der Weinbereich ist innerhalb der Landwirtschaft sehr stark von der Nutzung unternehmerisch/technischer Kompetenzen seitens der Betriebsinhaber und Berater geprägt, deshalb müssen Absolventinnen und Absolventen das jeweils aktuellste Wissen und die modernsten Kenntnisse im technischen Bereich zur Verfügung haben, um richtige Entscheidungen in Betriebsführung und Verfahrensauswahl treffen zu können. Diese Aufgaben können im neuen Technikum, das der Betriebsführung eines mittelgroßen österreichischen Weingutes entspricht, sehr gut abgebildet werden. Klosterneuburg kooperiert mit der Universität für Bodenkultur bei Entwicklung und Durchführung des Bakkalaureatsstudiums Oenologie und Weinwirtschaft, das pro Studienjahr von 50 bis 70 Studierenden belegt wird Das neue Technikum entspricht im Sinne einer internationalen Vergleichbarkeit allen Anforderungen für eine hochqualifizierte Ausbildung.

Weiters kann die Übernahme von vorausschauenden angewandten Forschungsaufgaben und Versuchen auf eine zeitgemäße Art und Weise erfolgen. Nationale und internationale Forschungsvorhaben sind vielfach arbeitsteilig organisiert, das heißt, dass in Programmen und Netzwerken die beteiligten Partnerunternehmen einen vergleichbaren technischen Standard aufweisen müssen, damit Übertragbarkeit und Reproduzierbarkeit gesichert sind. Das LFZ Klosterneuburg ist das einzige in Österreich, in dem weintechnologische Forschung durchgeführt wird; mit dem neuen Kompetenzzentrum kann ein entsprechender Standard gesichert werden. Unter diesen Voraussetzungen - verbunden mit großem Einsatzwillen und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - kann die österreichische Forschung in diesem Teilbereich international gut bestehen.

Auf drei Ebenen im Kellereigebäude sind alle Einrichtungen zur Verarbeitung von bis zu 100 Tonnen Trauben aus den beiden Versuchsgütern Götzhof und Agneshof untergebracht – das entspricht einem österreichischen Mittelbetrieb. Gleichzeitig können aber auch bis zu 500 Klein- und Mikrovinifikationen pro Jahr bearbeitet werden – diese stammen aus weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Versuchen und Forschungsprojekten, aus Diplomarbeiten von Schülern und Schülerinnen, aus Diplom- und Bakkalaureatsarbeiten der Boku-Studierenden sowie aus der Auftragsforschung. Dazu sind entsprechend ausgestattete temperierbare Räume und Einrichtungen vorgesehen sowie Verarbeitungseinrichtungen in allen Größenordnungen. Schüler, Studierende, Besucher und Kursteilnehmer können damit einerseits in einen funktionierenden Mittelbetrieb hineinsehen und andererseits die variantenreiche Versuchsarbeit kennenlernen.

Das neue Technikum wird neben der Versuchs- und Forschungsarbeit ca. 1500 Stunden pro Jahr für den praktischen Unterricht (technologisches Praktikum, technologisches Laboratorium, Diplomarbeiten u.a genutzt werden, weitere 200 bis 400 Stunden werden Kurse und Schulungen durchgeführt und 200 bis 400 Stunden wird das Zentrum durch Studierende (Oenologie und Weinwirtschaft) benutzt werden. Neben dem Technikum befinden sich im neuen Institutsgebäude auf vier Ebenen zwei Lehrsäle, Praktikumsräume und Übungslaboratorien sowie Arbeitsräume für die beiden Abteilungen Weinbau und Kellerwirtschaft.

Das Lehr- und Forschungszentrum für Wein- und Obstbau Klosterneuburg ist eines der höheren berufsbildenden Schul- und Forschungszentren des Lebensministeriums. Mit den Investitionen das neue Kompetenzzentrum wird der österreichischen Wirtschaft eine Forschungs- und Bildungseinrichtung zur Verfügung stehen, die auf neuestem technischen Stand und mit modernsten Mitteln der Wissensvermittlung sich den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich stellen kann.

…………die Lese 2009 wird bereits im neuen Kellerwirtschaftstechnikum verarbeitet und der Primus 2009 stammt bereits aus dem neuen Technikum - Prost !

 

K. VOGL

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