Aktuelle Projekte
Einfluss des Kellerklimas auf die Mikroflora
Laufzeit: 2005-2006
Projektleiter: Dr. Karin Mandl
Kooperationspartner: keine
Die Umgebung der Weinlagerung und Reifung ist mitentscheidend für die Weinqualität. Die Weinreifung wird hauptsächlich beeinflusst durch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Diese zwei Parameter sind Grundlage für verschiedene Ausprägungen von Keimzahlen und Keimzusammensetzungen.
In dieser wissenschaftlichen Tätigkeit möchten wir den Einfluss des Kellerklimas auf die Schimmelpilze und Bakterien herausfinden und deren qualitativen Folgen auf den Wein sowie die gesundheitlichen Aspekten des Winzers berücksichtigen.
Es werden mindestens drei verschiedene Typen von Kellern über 1 Jahr lang untersucht z.B. Lösskeller, Technikum, klimatisierte Keller
Es wird die Luftkeimzahl, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit über einen Zeitraum von einem Jahr gemessen
Es werden die Bakterien, Hefen und Schimmelpilze der Versuchskeller bestimmt
Ziel dieser wissenschaftlichen Tätigkeit ist es Weinbauern optimal bei der Erstellung neuer Weinkeller und Lager im mikrobiologischen Bereich beraten zu können.
Identifizierung von Essig- und Milchsäurebakterien
Laufzeit: 2005-2006
Projektleiter: Ing.Karin Silhavy
Kooperationspartner: keine
Ziel dieses Projektes ist eine rasche Identifizierung von Essig- und Milchsäurebakterien, da diese immer wieder für den Verderb von Wein verantwortlich sind. Essigsäurebakterien verursachen den weitverbreitetsten Weinfehler, welcher auch durch Behandlung des Weins nicht mehr gut zu machen ist.
Daher soll in diesem Projekt versucht werden, die Gefahr des Essigstichs möglichst frühzeitig zu Erkennen um einem Verderb vorzubeugen. Da auch Milchsäurebakterien in der Lage sind Schädigung wie den Essigstich hervorzurufen, soll auch für diese Gattung eine Methode zur frühzeitigen Identifikation gefunden werden um Qualtitätseinbußen beim Wein zu vermeiden.
Etablierung geeigneter mikrobiologischer und molekularbiologischer Methoden zur raschen Charakterisierung der Bakterienpopulationen.
Entwicklung bzw. Test von Selektivmedien
Etablierung verschiedener Primer und Schnelltests zur raschen Identifikation brachenrelevanter Bakterienarten innerhalb einer Population
Herbizideinsatz im Weinbau
Laufzeit: 2005 – 2006
Projektleiter: DI Barbara Schildberger
Kooperationspartner: keine
Die Auswirkungen des Strukturwandels im Weinbau der letzten Jahrzehnten werden deutlich. Sehr große Betriebe bewirtschaften einen großen Teil der Fläche, aufgrund der Größe der Betriebe sind nicht immer alle Vorarbeiten zum idealen Einsatz von Herbiziden termingerecht durchführbar. Vor allem die Applikationstechnik muss höchsten Anforderungen genügen, um mögliche Abdrift zu verhindern und um nur ein exakt definiertes Band oder sogar nur eine punktuelle Fläche zu applizieren. Dies hat in den vergangenen Jahren zu Schäden an den Rebstöcken geführt. Deshalb müssen mögliche Gefahrenpunkte erkannt und ungefährliche Alternativen für die Zukunft entwickelt werden, um die Unkrautbekämpfung im Weinbau mit erträglichem Arbeits- und Kostenaufwand erledigen zu können.
In dieser wissenschaftlichen Tätigkeit möchten wir, die in der Praxis handelsüblichen angewendeten Herbizide im Weinbau testen und mögliche Herbizidschäden ergründen und dokumentieren.
§ Es werden die zugelassenen Wirkstoffgruppen in Österreich über eine Vegetationsperiode in verschiedenen Varianten auf ihre Phytotoxizität untersucht, z.B Niederschlag, Trockenheit, Abdrift, Wunden.
§ Es werden die Unkräuter, deren Stadien und die Wirksamkeit der Herbizide bestimmt.
§ Die Auswirkungen der Herbizide auf die Rebe werden fotographisch dokumentiert
Ziel dieser wissenschaftlichen Tätigkeit ist es Weinbauern bei der Bestimmung möglicher Herbizidschäden zu unterstützen und im Bereich Herbizideinsatz im Weinbau optimal beraten zu können.
Untersuchung der Wirkung von handelüblichen Produkten auf Pathogene der Weinrebe anhand von drei verschiedenen Spritzvarianten
Laufzeit: 2005
Projektleiter: DI Barbara Schildberger
Kooperationspartner: Fa. Stähler, Fa. Syngenta, Fa. BASF
Der Winzer wird jährlich vor die Entscheidung gestellt über den Einsatz von bestimmten Betriebsmitteln im Weingarten. Eine wichtige Grundlage ist der Einsatz von Pflanzenschutz um Ernte und Qualität seines Produktes zu sichern. Die Methoden des chemischen Pflanzenschutzes konnten den erhöhten toxikologischen und ökologischen Anforderungen durch die Entwicklung neuer Substanzen und Applikationstechniken ein Stück näher gebracht werden. Unter dem Druck ökonomischer und ökologischer Erfordernisse muss die Nutzung synthetischer Pflanzenschutzmittel optimiert und in integrierte Konzepte eingebunden werden.
In dieser wissenschaftlichen Tätigkeit sollen verschiedene Spritzvarianten gestestet werden und deren Wirkung auf die Krankheiten der Rebe.
· Es werden 6 Behandlungen in den verschiedenen Stadien der Rebe über eine Vegetationsperiode appliziert
· Es werden visuelle Kontrollen auf Befall von Echten und Falschen Mehltau, sowie Botrytis erfolgen
Ziel dieser wissenschaftlichen Tätigkeit ist es optimal den Weinbauern über neue Produkte gegen die wichtigsten Krankheit im Weinbau beraten zu können.
Hybridzüchtung von neuen Hefen
Laufzeit: 2005-2006
Projektleiter: Dr. Karin Mandl
Kooperationspartner: keine
Hefe kann sich sowohl meiotisch wie mitotisch fortpflanzen. Die mitotische Vermehrung erfolgt über Sprossung und die idente Erbinformation wird auf die Tochterzelle weitergegeben. Bei der sexuellen Vermehrung kommt es zuerst zur Sporulation mittels Sporulationsmedium. Danach werden die Sporen verdünnt mit Flüssigkeit auf einer Platte aufgetragen, dabei soll es zu einer weiten örtlichen Verteilung der Sporen kommen, damit haploide Einzelkolonien anwachsen und selektioniert werden können. Diese Methode wurde gewählt, da kein Mikromanipulator zur Verfügung steht. Die haploiden Zellen werden danach auf den Mat Typus bestimmt (Mat a+a), diese Technik ist sehr einfach, da bei Gegengeschlechtlichkeit die Meiose einsetzt und das Wachstum eingestellt wird (Zwei haploide Zellen werden übereinander ausgestrichen). Jetzt werden nach der Bestimmung bewusst verschiedene haploide Typen verschiedenen Geschlechts zusammengeführt. Diese diploiden Hefen werden auf Eigenschaften wie Zuckerverwertbarkeit, Schwefelverwertbarkeit, Temperaturtoleranz und Gäreigenschaften untersucht und selektioniert.
Ziel: ist die Züchtung von Hybriden mit guten Gäreigenschaften
Chromogene Nährmedien
Laufzeit: 2005-2006
Projektleiter: Dr. Karin Mandl
Kooperationspartner: keine
Chromogene und fluoreszierende Farbstoffe werden bereits erfolgreich bei Candida als Candida ID Agar und bei E.coli eingesetzt. Der Farbstoff wird bei vorhanden sein bestimmter chemischer Stoffe wie z.B. Enzyme in Substrate der Organismen eingebaut, dabei kommt es zu Farbumschlägen und zur Fluoreszenz. Die chromogenen E.coli Medien ermöglichen eine eindeutige und sehr rasche Identifizierung auf Basis der ß-Glucoronidase.
Ziel ist es verschiedene kommerzielle chromogene Candida Agar für die Wildhefen- und Saccharomyceshefenidentifzierung zu etablieren
Ziel ist es einen hauseigenen Agar für eine rasche Identifizierung der verschiedenen Hefen zu entwickeln
Spontangärung
Laufzeit: 2004-2006
Projektleiter: Dr. Karin Mandl
Kooperationspartner: Weingut Stift Klosterneuburg, Abteilung Chemie
Für die Winzer wird das Thema Spontangärung immer bedeutender. Diese Weine bekommen ein für ihre Lage spezifisches Bukett. Die Hefepopulation S.cerevisiae unterscheidet sich in jeder Weingartenlage und wird zusätzlich sehr stark durch Bewirtschaftung beeinflusst..
Die Aufgaben der HBLA und BA in diesem Projekt werden wie folgt definiert:
Ziel dieser wissenschaftlichen Tätigkeit ist die Bestimmung des Einflusses von Sorte und Lage auf die Hefepopulation
Sammeln der Proben im Jahre 2004 und 2005 50Proben aus verschiedenen Lagen des Weingutes Stift Klosterneuburg
Selektion der S.cerevisiae mit Hilfe der Spontangärung in kleinen Gärbehältern
Anlegen von Hefekulturen in der Stammsammlung Klosterneuburg
Typisierung der Stämme mittels PCR
Erstellung von Dendrogrammen
Vergleich der selektionierten Hefe mit kommerzieller Hefe
vergleichende Mikrovinifikation (pasteurisierter Most) mit den selektionierten Hefen
sensorischer Vergleich der gewonnenen Weine
Ausprägung der Gebietstypizität von Weinen durch die Hefepopulation
Laufzeit: 2004-2006
Projektleiter: Dr. Karin Mandl
Kooperationspartner: Boku, Wien
Die HBLA und BA für Wein- und Obstbau kooperiert mit dem Institut für Angewandte Mikrobiologie (IAM) der Universität für Bodenkultur Wien in dem Forschungsprojektes des BMLFUW Nr. 1361 mit dem Titel: „Monitoring der Hefepopulationsdynamik während der Spontanfermentation.“ Ziele des Projektes sind: 1. Die genotypische Identifizierung von Hefearten während der Fermentation wirtschaftlich bedeutender Sorten. 2. Verfolgung der Populationsdynamik von Saccharomyces cerevisiae Stämmen. 3. Feststellung der Unterschiede in der Hefeflora zwischen den Standorten und Weinsorten. 4. Selektion autochtoner Hefestämme für die Herstellung von Starterkulturen.
Die Diversität nativer, oenologischer und weinbaulich bedeutender Organismen- Entwicklung von Verfahren zur molekularbiologischen Charakterisierung und zum multivariaten Vergleich
Laufzeit: 2004-2006
Projektleiter: Dr. Karin Mandl
Kooperationspartner: BA,Eisenstadt
Die HBLA und BA für Wein- und Obstbau kooperiert mit dem BAWB Eisenstadt in der wissenschaftlichen Tätigkeit 3309 im Jahre 2004/2005 . Im Spätsommer werden Proben in verschiedenen Weinbaugebieten genommen. Die Trauben werden direkt vom Stock abgeschnitten und deren Saft wird ohne Zusatz von Hefen vergoren. Die gäraktiven Hefen werden auf Petrischalen kultiviert. Zum Vergleich wird auf die gleiche Art und Weise Hefe aus dem Traubensaft der Aurebe, Vitis vinifera ssp. Silvestris aus den Standorten Lobau, Orth an der Donau und bei Marchegg gewonnen. Um die Gäreigenschaften vergleichen zu können werden die Hefen in einem Standardtraubensaft angesetzt. Zusätzlich werden die Hefen molekularbiologisch und physiologisch miteinander verglichen.
Ziel der Arbeit ist es physiologische, aromatische wie auch genetische Unterschiede der Hefe in unterschiedlichen Gebieten zu erfassen.
Physiologische Untersuchungen an Weinkulturen unter besonderer Berücksichtigung von Stressfaktoren als wahrscheinliche Auslöser der Traubenwelke
Laufzeit: 2000-2005
Projektleiter: Dr.Adel Fardossi
Kooperationspartner: Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Das Projekt hat zum Ziel, ökologische und ökonomische Maßnahmen zur Ertrags- und Qualitätssicherung im Weinbau abzustimmen. In diesem Zusammenhang steht die Ursachenforschung und Klärung von physiologisch bedingten Ernährungsstörungen unter dem Einfluss von Stressfaktoren im Vordergrund. Um eine richtige Diagnose zu erstellen und Therapiemöglichkeiten der Traubenwelke aufzuzeigen, sind vor allem Boden- und Pflanzenanalysen erforderlich.
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