laufende Projekte
BWO 042212
Projetkttitel: Variabilität bei der Rebsorte Grüner Veltliner
Projektleitung: Dipl.-Ing. Dr. Ferdinand REGNER
Projektpartner: Regionalkomitee Weinviertel (DAC), Weinbauschulen (Mi, Kr, Hl) Einbringung von GV Typen
Zielstellung des Projekts (in Kurzfassung):
Ziel des Projektes ist es die Variabilität der Sorte Grüner Veltliner zu erfassen, eine Differenzierung einzelner Genotypen oder Klone zu ermöglichen und deren Identifizierung zu verwirklichen. Aus dem Pool der untersuchten Genotypen sollten dann sogenannte Elitepflanzen für die Klonenzüchtung herausgefunden werden. Die Möglichkeit solche Typen durch eine entsprechende Charakterisierung zu schaffen ist Inhalt dieses Projektes.
Dabei soll einerseits die genetische Ebene mittels DNA Marker Technologie bearbeitet werden. Vorerst soll mittels SSR Marker nach einem entsprechenden Differenzierungspotential gesucht werden. Da es sich hierbei um sequenzstabile Genorte handelt, sollte eine Identifizierung von Klonen möglich werden. Das würde wiederum bedeuten, dass Klone und ihr genetisches Umfeld innerhalb der Sorte abschätzbar sind. Falls die stabilen Marker zu wenig an Differenzierungspotential ergeben sollte mit anderen Markern wie AFLP oder ISSR gearbeitet werden.
Andererseits soll die klassische Ampelographie als beschreibende Methode herangezogen werden. Kleine morphologische Unterschiede könnten vielleicht genützt werden um einzelne Typen von der restlichen Sortenstruktur zu unterscheiden. Dabei ist zu vermeiden, dass durch pfropfübertragbare Krankheiten die ampelographischen Merkmale überlagert werden. Eine umfangreiche phytosanitäre Testung auf höchster Sensitivitätsstufe mit PCR scheint daher gerechtfertigt.
Eine Typenunterscheidung bei Weinreben wäre unvollständig würde sie nicht auch auf die Weinqualität bezug nehmen. Folglich ist der repräsentative Weinausbau ein weiteres Element der Charakterisierung. Die sensorische Bewertung der Weine in verdeckten Weinkosten soll durch das Erstellen von analytischen Daten unterstützt werden. Sensorische Unterschiede sind letztendlich das wichtigste Differenzierungspotential und von besonderem Interesse für die Praxis.
BWO 052214
Projekttitel: Stolbur an Rebe, Erarbeitung von Bekämpfungsstrategien und Abschätzung der wirtschaflichen Auswirkungen für betroffene Winzer
Laufzeit: 2004
Projektleitung: Dipl.-Ing. Dr. Monika Riedle-Bauer
Beteiligte Institution: Bundesamt für Weinbau Eisenstadt
Zielstellung des Projekts:
Der Verbreitungsgrad von Phytoplasmen des Typs Stolbur hat an Reben in Österreich in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In einigen Weinbaugebieten hat die Krankheitsausbreitung alarmierende Ausmaße erreicht. Die Erarbeitung von Maßnahmen, die die Krankheit eindämmen erscheint daher dringend notwendig. Um den Winzern Entscheidungssgrundlagen bereitzustellen, soll weiters versucht werden, die Auswirkungen von Stolbur auf Lebensdauer sowie Ertragsverhalten der Rebe sowie den Einfluß auf die Weinqualität abzuschätzen. Dazu sind im Rahmen des Projekts folgende Arbeiten vorgesehen:
Erprobung weinbaulicher Maßnahmen:
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Heißwasserbehandlung von Rebholz mit anschließender Veredelung/Auspflanzung/Beobachtung
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Rückschnitt betroffener Stöcke mit Beobachtung und Ertragsauswertung in den Folgejahren
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Beeinflussung der Vektorenfauna mittels verschiedener Maßnahmen
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Strategien zur Bekämpfung von Unkrautarten, die Zwischenwirte für Stolbur und Nahrungsquellen für tierische Vektoren darstellen
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Einfluß der Sorte auf den Krankheitsverlauf
Abschätzung des wirtschaftlichen Schadens einer Stolburinfektion für den betroffenen Winzer:
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Beobachtung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Erregers in Bezug auf die Lebenserwartung der Anlage
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Bonitur und Beobachtung von älteren Weingärten und Junganlagen in Hinblick auf die weitere Entwicklung der Rebstöcke/Nachpflanzen von Fehlstellen/Auspflanzen von Junganlagen in Befallsgebieten
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Ertragsverhalten betroffener Stöcke
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Erzeugung von Wein aus Trauben kranker Stöcke zur Abschätzung des Einflusses auf die Weinqualität
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