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Abgeschlossene Projekte:

Reifeprognose - Auswertung von Klimadaten und Traubenreifeparameter mit dem Ziel einer Reifeprognose im Weinbau

 

Ein auf den Klimadaten Wärmesumme und Sonnenscheindauer aufbauendes präzises Reifeprognosemodell wird vorgestellt. Zusätzlich zu den beiden Klimadaten bedarf es aber der Messung eines zeitlichen Reifeverlaufs, um die vielen nicht berücksichtigten reiferelevanten Faktoren einarbeiten zu können. So konnten bei den Sorten Grüner Veltliner und Zweigelt der Reifeverlauf an Hand von Mostgewicht (°KMW) und Säuregehalt (g/l) in eine sichere Beziehung zur Wärmesumme und zur Sonnenscheindauer gebracht werden. Dabei wurde erkannt, dass die Jahrgangsindividualität für die Berechnung nur erhalten bleibt, wenn für jeden Jahrgang eine eigene Reifekorrelation berechnet wird. Durch die Erstellung einer Regressionsgeraden konnte die Reife prognostiziert werden. Es wurde eine gute Übereinstimmung zwischen prognostizierten und tatsächlich gemessenen Reifewerten (Mostgewicht in °KMW) festgestellt.

 

Publikation: Mitteilungen Klosterneuburg

 

 

Der Einfluss der Standweite auf Triebwachstum, Ertrag und Traubenqualität bei der Rebsorte `Grüner Veltliner`

 

Über einen Zeitraum von zehn Jahren wurden die vegetative und die generative Leistung der Sorte `Grüner Veltliner` bei verschiedenen Standflächen (1,60 m², 2,40 m² und 3,60 bis 4,00 m² je Stock) verglichen. Die Ertragsmittelwerte unterscheiden sich in den einzelnen Jahren nur sehr geringfügig; im 10-Jahres-Schnitt liegen sie zwischen 1,39 kg/m² und 1,42 kg/m². Ein tendenzieller Einfluss auf das Mostgewicht in Form einer Erhöhung in acht Jahren bei der am dichtest bepflanzten Variante ist feststellbar. Im Durchschnitt der zehn Jahre betragen die Werte 17,9 °KMW (88 °Oe) bei der dichtest bepflanzten und 17,25 °KMW (84,5 °Oe) bei der weitest bepflanzten Variante. Die Gehalte an titrierbaren Säuren zeigen sich von der Standweite unbeeinflusst. Ebenso ist kein eindeutiger Einfluss auf das Einzeltraubengewicht erkennbar. Das Schnittholzgewicht nimmt mit zunehmender Standfläche von 4100 kg/ha auf 2800 kg/ha ab, steigt aber am Einzelstock mit zunehmender Standfläche an.

 

Publikation: Mitteilungen Klosterneuburg

 

 

Einfluss der Traubenausdünnung zu verschiedenen Entwicklungsstadien der Rebe auf die Trauben- und Mostqualität

 

Der reifefördernde Effekt der Traubenausdünnung in den Jahren 2005 und 2006 war stark von der Rebsorte beziehungsweise von deren Ertragspotential abhängig. Der Reifegrad wurde außerdem von der Jahreswitterung beeinflusst. Bei der sehr leistungsfähigen Rebsorte `Grüner Veltliner` konnten die Parameter Mostgewicht und Stickstoffgehalt im Most durch die Traubenausdünnung deutlich verbessert werden. Der Ausdünnungszeitraum Schrotkorngröße bis Beginn der Beerenreife war in dieser Hinsicht am günstigsten zu beurteilen. Bei der Rebsorte `Cabernet Sauvignon` war der Einfluss auf das Mostgewicht geringer; die Gehalte an Kalium und hefeverfügbarem Stickstoff wurden nicht beeinflusst. Hinsichtlich Mostgewichtssteigerung war der Ausdünnungszeitraum Schrotkorngröße bis Beginn der Beerenreife am positivsten zu bewerten. Die Rebsorte `Blauer Burgunder` zeigte keine Reaktion hinsichtlich Mostgewicht durch die Traubenausdünnung; der hefeverfügbare Stickstoffgehalt war tendenziell erhöht. Der sehr späte Ausdünnungszeitpunkt in Form der fraktionierten Lese erbrachte eine sehr geringe Erhöhung des Mostgewichts und keine Beeinflussung des Säuregehalts und des Gehalts an Stickstoff und Kalium im Most. Ein zusätzlicher Nutzen könnte allerdings in der Verwendung des ausgedünnten Materials zur Produktion von Traubensaft bestehen. Der Arbeitszeitaufwand für die händische Traubenentfernung mittels Rebschere betrug cirka 70 bis 80 Arbeitskraftstunden pro ha (Akh/ha).

 

Publikationen: Mitteilungen Klosterneuburg, Der Winzer

 

 

Einfluss der Bodenbearbeitung und Gründüngung auf den Stickstoffgehalt im Boden und die Produktion von Biomasse

 

Der Gehalt an mineralischem Stickstoff im Boden ist durch die verwendete Gründüngungsart in Zusammenhang mit der Bodenbearbeitung stark beeinflusst worden. Der Gehalt an mineralischem Stickstoff im Boden unter der ungelockerten zweijährigen Gründüngung ist im Jahr 2006 mit hochgerechneten Werten von 17 kg/ha im Bereich einer Mangelversorgung gelegen. Dieser Gehalt ist nach dem Umbruch im Frühjahr 2007 auf hochgerechnet 234 kg/ha angestiegen. Die Stickstoffwerte haben sich dann im Laufe des Jahres 2007 nach der Neuanlage der Gründüngung bis zum Oktober wieder verringert. Der mineralische Stickstoffgehalt unter der das Frühjahr und den Sommer über offen gehaltenen Herbst/Wintergründüngung ist nach dem Umbruch im April von 32 kg/ha auf 127 kg/ha im Juni und weiter auf 200 kg/ha im August angestiegen. Der Gehalt an mineralischem Stickstoff unter den beiden Frühjahrs/Sommergründüngungsvarianten ist durch den Umbruch von 28 kg/ha im Mai auf 120 kg/ha im Juni angestiegen. Die Werte sind dann in den Monaten August und Oktober nach dem Aufwachsen der Gründüngungspflanzen wieder gesunken. Bei allen Varianten haben sich deutliche Unterschiede im Nitratstickstoffgehalt zwischen den Horizonten 0 – 30 cm und 30 – 60 cm gezeigt. Besonders zu beachten ist, dass der Humusgehalt in der Versuchsfläche bei über 4 % liegt und somit als hoch einzustufen ist.

Deutliche Unterschiede haben sich bei der produzierten Biomasse der Gründüngungspflanzen gezeigt. Die Unterschiede beruhen einerseits auf der verwendeten Gründüngungsart: Herbst/Wintergründüngung, zweijährige Gründüngung oder Frühjahrs/Sommergründüngung. Andererseits ist die produzierte Biomasse auch wesentlich von den verwendeten Pflanzenarten abhängig. Bei der Variante Herbst/Wintergründüngung ist der Boden das Jahr über offen gehalten worden. Die produzierte Pflanzenmasse ist daher bei dieser Variante mit 2413 kg/ha Trockengewicht am geringsten. In der im Jahr 2007 neuangelegten zweijährigen Gründüngung sind 4908 kg/ha Trockengewicht produziert worden. Bei den beiden Frühjahrs/Sommergründüngungsvarianten hat sich gezeigt, dass die produzierte Pflanzenmasse stark von den verwendeten Gründüngungspflanzen abhängig ist. Die Werte haben 3910 kg/ha beziehungsweise 6278 kg/ha Trockengewicht betragen. Die Ergebnisse aus den Mostanalysen lassen nur tendenziell Unterschiede erkennen, wie der erhöhte Stickstoffgehalt im Most der Rebsorte Riesling aus der Variante „Herbst / Wintergründüngung mit offenem Boden im Sommer“ gezeigt hat. Ein Einfluss auf die Trauben- und Mostqualität dürfte folglich auch rebsortenabhängig sein.

 

Publikation: Der Winzer

 

 

Einfluss verschiedener Traubenausdünnungsmethoden auf Traubengesundheit und Trauben- und Mostqualität

 

Der Einsatz von Gibberelin GA 3 (0,05 %) in die abgehende Blüte bei den Rebsorten `Grüner Veltliner`, `Cabernet Sauvignon` und `Zweigelt` in den Jahren 2006 und 2007 führte zu einer deutlichen Auflockerung der Trauben und zu einer Erhöhung des Beerengewichts und bei den Rebsorten `Grüner Veltliner` und `Zweigelt` zu einer Erhöhung des Mostgewichts. Ein signifikanter Einfluss auf den Botrytisbefall war bei diesen Rebsorten nicht feststellbar. Der Einsatz von Kaliumwasserglas (1,5 %) und Netzschwefel (1,5 %) in die abgehende Blüte bei den Rebsorten `Grüner Veltliner`, `Cabernet Sauvignon` und `Zweigelt` bewirkte zwar tendenziell eine Verstärkung der Verrieselung, signifikante Auswirkungen auf Traubendichte und Botrytisbefall waren jedoch nicht feststellbar. Die händische Entfernung ganzer Trauben zu den Zeitpunkten Fruchtansatz bis Schrotkorngröße beziehungsweise Traubenschluss bewirkte eine deutliche Ertragsreduktion und eine Erhöhung des Mostgewichts. Das bei der Rebsorte `Grüner Veltliner` durchgeführte Traubenteilen zum Zeitpunkt Traubenschluss führte zu einer Auflockerung der Trauben, zu einer Erhöhung des Mostgewichts und im Jahr 2007 zu einer Reduktion des Gehalts an titrierbaren Säuren im Most.

 

Publikation: Mitteilungen Klosterneuburg

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