Aktuelle Projekte
Laufende Forschungsprojekte und wissenschaftliche Tätigkeiten
Bio-Marillenanbau unter Freilandbedingungen und unter Überdachung
Pflanzjahr: Frühjahr 1998
Sorten-Unterlagenkombinationen:
Bergeron auf Torinel und INRA 655-2
Goldrich auf Torinel und INRA 655-2
Klosterneuburger auf Torinel und INRA 2
Erziehungssysteme: Spindel (4 x 2m) und Schräge Hecke (4 x 4m)
Mit diesem Versuch soll getestet werden ob eine Folienüberdachung ausreicht um Moniliaspitzendürreinfektionen zu verhindern. Die Produktion erfolgt gemäß den Richtlinien biologischen Anbaus. Der Einfluss der Überdachung auf den Temperaturverlauf in der Anlage, auf die Fruchtqualität und das Ertragsverhalten wird ebenfalls untersucht.
Innere Fruchtqualität von Bio- und IP-Apfelsorten
Pflanzjahr: Frühjahr 1998
Sorten: Golden Delicious Reinders, Jonagold Novajo, Idared, Pinova, Pilot, Topaz, Rubinola, Goldrush, Reanda, Florina alle auf M9
Ausgewählte Marktsorten, Sortenneuheiten sowie schorfresistente Sorten werden unter den Bedingungen unterschiedlicher Produktionsweisen einer vergleichenden Bewertung unterzogen. Neben unterschiedlichen Pflanzenschutzkonzepten und -intensitäten werden auch Baumstreifenbearbeitungsmethoden getestet.
Publikationen: Besseres Obst; Mitteilungen Klosterneuburg.
Seit 2004 wird dieser Versuch gemeinsam mit dem früheren Projekt „Testung schorfresistenter Apfelsorten“ als Folgeprojekt weitergeführt. Dabei steht der Einfluss der verschiedenen Produktionssysteme auf Parameter der inneren Fruchtqualität und auf die Lagerfähigkeit im Vordergrund der Untersuchungen.
Kornelkirschensortenversuch
Neue großfruchtige Kornelkirschensorten, wie Kasanlaker, Schumener, Bulgarico oder Schönbrunner Gourmetdirndl werden als Spindel und Hecke kultiviert und mit der Standardsorte Jolico verglichen. Im Vordergrund der Untersuchungen steht die Anbaueignung der Sorten.
Bio-Mostbirnenversuch
Mit dem „Mostbirnenprojekt“ soll untersucht werden ob ein kleinkroniger Anbau typischer heimischer Mostbirnen einen Weg darstellt um die Versorgung mit regionalen, bäuerlichen Spitzenprodukten garantieren zu können. Da abgesehen vom Feuerbrand diese Sorten als relativ robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen gelten, erfolgt die Pflege entsprechend den Richtlinien für Biologische Obstproduktion. Getestet werden die Sorten Speckbirne, Knollbirne, Gelbmostler, Dorschbirne, Rote Pichlbirne, Grüne Pichlbirne, Kleine Landlbirne, Grüne Winawitz, Luxemburger Mostbirne, Stieglbirne, Leutsbirne, Amstettner Mostbirne, Machländer Mostbirne, Schweizer Wasserbirne und Rosenhofbirne jeweils auf den Unterlagen Pyrodwarf und Quitte A mit Zwischenveredlung.
Marillenklonenselektion
Pflanzjahr: 2002
Unterlage: WaxWa
Über 25 alte Marillensorten, die aus der Wachau und dem Nordburgenland selektioniert wurden, werden auf ihre Anbau- und -verarbeitungseignung geprüft. Ziel ist leistungsstarke, ertragssichere Sorten mit hervorragenden Verarbeitungseigenschaften zu finden.
Publikation: Besseres Obst
Marillen-Sorten-Unterlagenversuch
Im Frühjahr 2006 wurden die Sorten Pinkcot, Goldrich, Kioto, Bergarouge, Klosterneuburger und Bergeron auf den Unterlagen Wavit, Rubira und VVA1 (Ungarische Beste zusätzlich auf 2 starkwüchsigen Unterlagen) gepflanzt. Die Sorten werden als Spindel erzogen und auf ihre Anbaueignung hin überprüft.
Birnenunterlagenversuch
Auf Unterlagen veredelte Birnensorten werden mit selbstbewurzelten bzw. in vitro vermehrten Sorten verglichen. Dabei steht neben obstbaulichen Leistungsparametern die Baumgesundheit und potentielle Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuerbrand im Vordergrund. Die Pflanzung erfolgte im Frühjahr 2006 und 2007.
Holunderklonenselektion
Klone der Sorte Haschberg (Pflanzjahr: Frühjahr 2006) werden untersucht und mit in vitro vermehrtem Haschberg verglichen. Ziel wäre es wüchsige, vitale Klone zu selektionieren.
Kirschen-Pflanzsubstrat-Versuch
Verschiedene Pflanzsubstrate zur Erhöhung der Wasserspeicherfähigkeit werden bei ausgewählten Süßkirschensorten-unterlagenkombinationen (Kordia auf Gisela 5, Gisela 6 und Gisela 3) getestet (Pflanzjahr: Frühjahr 2006). Die Substrate werden mit Bewässerung und ohne Bewässerung verglichen.
Bio und IP-Produktion ausgewählter alter Apfelsorten für den Frischmarkt
Für eine zukünftige Großhandelsvermarktung interessante alte Apfelsorten werden auf ihre Tauglichkeit in Bezug auf integrierte und biologische Produktion untersucht. Die Pflanzung erfolgte im Frühjahr 2006.
Kirschen-Unterlagenversuch
Die Hauptsorten Regina und Kordia wurden im Frühjahr 2006 auf verschiedenen neuen Unterlagen gepflanzt und werden als Schlanke Spindel erzogen.
Einfluss von Unterlage, Sorte und Erziehungssystemen auf die vegetative und generative Entwicklung sowie Bestandessicherheit bei Steinobst
Unterschiede im Ertragsverlauf neuer und traditioneller Marillensorten, im Ertragsverlauf und in den Auswirkungen auf die Baumgesundheit zweier Anbausysteme (Spindel, flexible Hohlkrone) und in der Eignung neuer Unterlagen stehen, wie der Einfluss von unterschiedlichen Veredlungshöhen, im Vordergrund der Untersuchungen. Bei Kirsche und Zwetschke werden Spindelerziehungsvarianten sowie die Anbaueignung neuer Sorten und Unterlagen getestet. Fragen zur Baumgesundheit und zum Einfluss der Unterlagen auf den Ernährungszustand der Edelsorten spielen wie auch bei Marille eine wichtige Rolle. Publikationen: Besseres Obst; Mitteilungen Klosterneuburg, Obstbau
Vergleich der Erziehungssysteme „Solaxe“ und „Schlanke Spindel“ bei ausgewählten Apfelsorten
Pflanzjahr: Frühjahr 1999
Sorten: Golden Delicious Smoothee, Gala Galaxy, Braeburn Hillwell, Elstar, Fuji Aki-fu 1
Stagnierende Preise im Apfelanbau erfordern Konzepte zur Senkung der Produktionskosten. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung solcher Konzepte muß zumindest das derzeitige Ertrags- und Qualitätsniveau erreicht werden. Durch das neuartige Erziehungssystem „Solaxe“ sollen im Vergleich zum Standardsystem „Schlanke Spindel“ bei gleichbleibenden Fruchtqualitäten höhere Erträge mit geringerem Aufwand erzielbar sein.
Dieser Versuch wurde in Zusammenarbeit mit ALPE-ADRIA Sektion Obstbau angelegt und wird gleichzeitig an verschiedenen Standorten durchgeführt.
Publikationen: Besseres Obst
Obstgenbank Klosterneuburg
Die Vielfalt der alten Obstsorten mit ihren unterschiedlichen Früchten in Form, Farbe und Geschmack zu erhalten ist eine wesentliche Zielsetzung der Obst-Genbank in Klosterneuburg. Extrem seltene alte Sorten wie „Doux Amere“, „Rolling“ oder „Rossert“ findet man dort in der 1897 gepflanzten Hochstammanlage neben vielen anderen bekannten alten Apfelsorten. Insgesamt über 600 Kernobstsorten (davon incl. Klone ca. 500 Apfelsorten), etwa 200 Steinobstsorten, 40 Beerenobstsorten und ca. 120 Obstsorten seltener Obstarten werden in Klosterneuburg erhalten, sortenkundlich bearbeitet und auch unter dem Aspekt möglicher neuer Nutzungsformen geprüft.
Publikationen: Besseres Obst, Grünes Tirol, Tagungsband Biodiversitätstagung 07
Genbank: Streuobstversuch
Unter dem internen Kurztitel „Streuobstprojekt“ werden rund 50 Apfelsorten und 50 Birnensorten (überwiegend Mostbirnen) auf 14 Standorten (inklusive Klosterneuburg) in Österreich beobachtet. Es sollen Aussagen über die Verarbeitungseignung, Eignung für extensiven Anbau als großkronige Baumform und Gerüstastspindel sowie Anfälligkeit der Sorten gegenüber Feuerbrand in Bezug auf die unterschiedlichen Klimabedingungen der wichtigsten heimischen Streuobstanbaugebiete gewonnen werden. Gleichzeitig wird ein repräsentativer Querschnitt heimischer Mostapfelsorten und Mostbirnensorten zwecks Risikostreuung auf mehreren Standorten langfristig erhalten. Die Ergebnisse sollen in die Sortenempfehlungen für Nachpflanzungen im Streuobstanbau einfließen. Die ausgewählten Sorten (ca. 50 Apfelsorten und 50 Birnensorten) wurden auf für die Streuobstgebiete repräsentativen Standorten im Jahr 2003, davon auch drei Standorte in Tirol, ausgepflanzt.
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